PETER LIECHTI (1951-2014)
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TAUWETTER (1987, Essay, 3:4, 16mm blow-up, commag; DVD, 8')
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«Ein Ausflug in die Bilderwelt» RH, Ostschweizer AZ, 16-1-1987
Ein lyrisch-musikalischer Film, der bewusst im Gegensatz zum bergschänderischen «Ausflug ins Gebirg», Liechtis letztem Film, gehalten ist. Abseits vom Achternbusch-Klischee liess sieh Liechti im nahen Appenzell von schwingenden Drähten, gleitenden Skiliften und tönenden Eisskulpturen in der winterlichen Wildkirchlihöhle faszinieren. Erste Impressionen des aufkeimenden Frühlings durchziehen den kurzen Streifen mit dem Titel «Tauwetter», der einer musikalischen Komposition gleicht, in welchem die Töne verfilmt sind.

Auch hier war die Bildschaffung nicht ganz einfach, musste doch ein kurzer Skilift gefunden werdeu, dessen Bügel man mit farbigen Plastikeimern behängen und auf die man sogar noch mit einer Kleinpistole schiessen konnte - im Appenzell war das alles möglich…
Der im Blow-up-Verfahren auf 16 mm hergestellte Film illustriert für Liechti auch ein natürliches Ritual, das aus dem Innern des Berges kommt und dessen poetische Qualitäten nun aufs Zelluloid gebannt sind.

Mit eindrücklicher Musikalität hat ebenso der Vortrag des verstorbenen Heimatdichters Albert Streif aus dem Berner Oberland zu tun, den Liechti per Tonband in der Grabenhalle vorführen möchte. Liechti hörte ihn einmal am Radio, seine malerische Diktion blieb ihm im Gedächtnis hängen. Nun wird er - ein Inszenierungsprozess wie beim Genfer Gipfel - zu neuem Leben erweckt. Zum Auftackt des Abends wird Roman Signer eine Live-Aktion vorführen, über die an dieser Stelle nichts näher verraten werden soll.

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